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Chronik

1917

Als man am 29. Oktober 1917 beim Frauenausschuss des Berliner Turnrates die Umbenennung von Torball in Handball beschloss, fingen die Goldlauterer Sportfreunde an Raffball zu spielen. Da es noch keinen Sportplatz für solche Spielarten gab, wurde meist auswärts und dann nur auf Wiese gespielt. Aber Goldlauter wollte ja auch einmal zu Hause seine Spielqualitäten unter Beweis stellen. Also wurde mit Suhl-Neundorf ein Spieltermin vereinbart. Das Spiel fand im „Hanserot“ statt, die Tore wurden auf den Schultern bis zur 2km entfernten Wiese getragen und das Feld wurde mit normalen Schrittmaß eingegrenzt.

Wie das Spiel damals endete konnte leider nicht nachgewiesen werden, aber der Grundstein des Goldlauterer Handballes, war mit dem Raffball gelegt. Nun wollte Goldlauter gegen die beste Mannschaft im Umkreis spielen, also veranstalteten sei ein Spiel gegen Albrechts. In diesem Spiel zeigte Goldlauter sehr viel Spielwitz und besiegte die Mannschaft aus Albrechts mit 15:0. Dieses Ergebnis war mit ausschlaggebend für den Bau eines Sportplatzes

 

1926

Der Ortsvertreter Hanse Oskar sprach bei der Gemeinde vor und bewerkstelligte die Freigabe des „Schopfegrundes“ zum Bau eines Sportplatzes. An den Arbeiten nahmen alle drei Arbeiter-Sportvereine aus Goldlauter teil und nutzten nach seiner Fertigstellung gemeinsam diese Anlage. 1926 wurde der „Schopfe Plotz“ eingeweiht und der Spielbetrieb konnte beginnen.

1927

Endlich war es dann soweit, auf einer kurzen Gründungsversammlung im Gasthaus „Zur Henne“ wurde die Handballabteilung des Arbeiter-Turn und Sportvereins Goldlauter gegründet. Einstimmig wurde Albert Orban als erster Ballspielleiter berufen. Im gleichen Jahr fanden dann die ersten Spiele im Kreismaßstab statt.

1934

Der erste Höhepunkt auf sportlichem Gebiet wurde 1934 erreicht. Goldlauter holte den Kreismeistertitel. Arnold Keiner und Hugo Schübel, die selbst in dieser Mannschaft spielten, waren die Initiatoren des Handballs in dieser Zeit. Noch vor dem Zusammenschluss der beiden Ortsteile Goldlauter und Heidersbach, wurde auch in Heidersbach 1927 eine Sparte Handball gegründet. 1934 spielten beide Mannschaften in der 1. Kreisklasse und lieferten sich harte Prestigekämpfe untereinander.

1937

Durch Sportfreund Albert Kupfer, der von Coburg nach Goldlauter wechselte, wurden neue Akzente im Goldlauterer Handball gesetzt. Vor allem jüngere Spieler rückten in die I. Mannschaft auf und spielten um die Bannmeisterschaft mit.

1942

Ein Bruch im Handballsport löste der 2. Weltkrieg aus, trotzdem wurde der Spielbetrieb aufrecht erhalten Vor allem die Jugendmannschaft aus Goldlauter machte noch einmal 1942 auf sich aufmerksam. In Suhl auf dem Sportplatz „Fliegerschule“ spielte man um den Bannmeistertitel. Herausragender Akteur war Torwart Günter Siebelist, der am Ende den verdienten Sieg der Goldlauterer mit bejubeln konnte.

1946

Beide Mannschaften sowohl in Goldlauter als auch in Heidersbach nahmen in diesem Jahr den Spielbetrieb wieder auf.

1947

Nun sollten beide Mannschaften das letzte Mal gegeneinander spielen.

1948

Mit der Gründung des neuen Vereinsnamens „SG Fortuna Goldlauter“, schlossen sich beide Mannschaften zusammen und spielten in der Bezirksklasse. Zu dieser Zeit gab es in Goldlauter 72 Handballer.

1950-1952

Unter dem Übungsleiter Harry Kupfer wurde in Goldlauter eine komplett neue Jugendmannschaft aufgebaut, die den Goldlauterer Handball in den nächsten 10 Jahren prägen sollte. In der Spielsaison 1951/52 wurden alle Spiele gewonnen und Ergebnisse mit 20 Toren Unterschied waren keine Seltenheit. So gewann man zu Hause gegen Niederschmalkalden mit 43:4 Toren. 1952 spielte man im DDR-Maßstab um Platz 12 gegen LVB Leipzig, leider verlor man dieses Spiel und schied aus. Mit der Gründung der Bezirke 1952 wurde auch wieder der Vereinsname geändert. Der neue Vereinsname war „SG Traktor Goldlauter“.

1953

Der erste Bezirksmeistertitel lies nicht lange auf sich warte, in dieser Saison schlug man Tiefenort mit 10:8.

1955

Nachdem man ein Jahr zuvor nur knapp im Endspiel gegen Wernshausen mit 10:8 unterlag. Wurde die Mannschaft ihrer Favoritenrolle 1955 wieder gerecht und holten den 2. Titel gegen Köppelsdorf mit 20:11. Auch die unter der Leitung von Vera Schübel (geb. Kolb) 1953 aufgebaute Frauenmannschaft (Übungsleiter war Erich Schübel), trugen sich mit dem Gewinn des „Silbernen Traktors“ 1955 in die Siegerliste des Bezirks Suhl ein. Trotz starker Bereitschaft, den Frauenhandball in Goldlauter fortzuführen, konnte nach 6 Jahren dieses Vorhaben nicht mehr umgesetzt werden. Es sollte bis heute die einzige Frauenmannschaft in Goldlauter bleiben.

1957

Nach einem guten 2. Platz im Hallenhandball und einem 4. Platz Feldhandball im Jahr zuvor, kam man 1957 als Staffelsieger der Staffel 1 ins Endspiel gegen Stahl Schmiedefeld. Das Endspiel wurde im „Dimitroff-Stadion“ ausgetragen. Zu diesem Endspiel kamen über 1000 Zuschauer aus der Region. Die Mannschaften lieferten sich ein gutes Spiel, welches am Ende mit 9:6 an Goldlauter ging. Goldlauter wurde zum ersten Mal Bezirksmeister der Männer.

1958

Auch im Spieljahr 1958 setzte sich die I. Männermannschaft souverän in allen Punktspielen durch. Das Endspiel fand zum ersten Mal auf einem Rasenplatz in Suhl statt. Zur Mannschaft gehörten damals N. Triebel, W. Schübel, W. Kolb, J. Weiß, G. Heym, H. Kupfer, F. Weiß, R. Weiß, W. Gerbig, R. Schübel, E. Firn, E. Walther und G. Kolb. Höhepunkte im Goldlauterer Handballs sind Zeugen unserer Zeit, sie bleiben und werden uns immer bewahrt. So auch dieses Endspiel gegen „Motor Ost Zella-Mehlis“. Über 1200 Zuschauer erlebten im Suhler „Aue-Stadion“ einen überzeugenden 15:8 Sieg der Goldlauterer. Goldlauter wurde auch in den nächsten Jahren seiner Rolle, einer der besten Mannschaften im Bezirk Suhl zu sein, gerecht.

1961

In den 4 Jahren kamen für die I. Männermannschaft noch 2 Bezirksmeistertitel und 2 Vizebezirksmeistertitel dazu. Auch die Jugendmannschaft unter dem Übungsleiter Rolf Schübel haben 1962 und 1963 den Bezirksmeistertitel nach Goldlauter geholt. Ab dem 01.01.1964 startete man unter „BSG Handwerk Goldlauter“.

1966

Am 24. April 1966 begann die letzte Saison im Feldhandball mit 9 Mannschaften. Goldlauter wurde auch in dieser Spielzeit Vizebezirksmeister mit 19:13 Punkten.

1968

Am 1. Mai wurde letztmalig Kleinfeldhandball in der „Schopfe“ gespielt. Gegner der Goldlauterer war C.A. Beglais aus Frankreich. Nach der regulären Spielzeit stand es 19:19. In der Verlängerung setzte sich dann Goldlauter mit 24:22 durch und gewann den Pokal der Partnerstadt von Suhl. Am 24. August 1968 wurde die Kleinsportanlage „Am Kirchberg“ feierlich eingeweiht.

1971

In diesem Jahr konnte noch einmal der 1. Platz im Kleinfeld-Bezirkstunier errungen werden.

1973

Am 1. Januar 1973 wurde der Vereinsname nochmalig geändert, ab diesen Tag nannte sich der Verein „SG Beerberg Goldlauter“. In den folgenden Jahren wurden stets Mittelplätze in der Bezirksliga erreicht.

1973

Am 1. Januar 1973 wurde der Vereinsname nochmalig geändert, ab diesen Tag nannte sich der Verein „SG Beerberg Goldlauter“. In den folgenden Jahren wurden stets Mittelplätze in der Bezirksliga erreicht.

1976

In dieser Saison keimte noch einmal Hoffnung auf eine gute Platzierung auf. Goldlauter kam ins Endspiel der Pokalsieger und unterlagen erst in der Verlängerung gegen Aufbau Wernshausen mit 12:10. In dieser Zeit gab es dann den ersten Neuaufbau einer Schülermannschaft. Auf Anhieb wurden die Goldmedaillen zur Spartakiade erreicht. Leider stieg die I. Männermannschaft mit mageren 6:28 Punkten in die Bezirksklasse ab.

1978

Die Zielstellung „Aufstieg“ konnte 1978 wieder verwirklicht werden. Stets im hinteren Drittel mussten die Goldlauterer in den kommenden Jahren ihre Vormachtstellung im Handball an andere Vereine abgeben.

1985

Der Abstieg in die Bezirksklasse war in dieser Spielzeit nicht zu verhindern.

1987

Am 27.08.1987 wird auf der Sektionsleitungssitzung eine Umstrukturierung der Handballabteilung durchgeführt. Der langjährige Sektionsleiter Harry Kupfer scheidet aus gesundheitlichen Gründen aus und neuer Abteilungsleiter wird einstimmig Frank Weiß. An dieser Stelle soll Dank gesagt werden für die langjährige und aufopferungsvolle Arbeit, die unser Sportfreund Harry Kupfer geleistet hat. Er hat den Handball in Goldlauter fast vier Jahrzehnte maßgeblich mitgestaltet. Dieser Umbruch sollte sich auf allen Gebieten der Handballabteilung auszahlen.

1990

Man verstärkte die I. Männermannschaft mit einigen Neuzugängen und stieg wieder in die Bezirksliga auf. Nun wurde kontinuierlich gearbeitet und Zielstellungen klar festgelegt. Durch das unermüdliche Wirken der Sportfreunde Frank Weiß, Stefan Weiß und Eberhard Schneider wurden Kontakte mit den Handballfreunden aus Westerburg und anderen aufgebaut.

1993

Nachdem man das Jahr zuvor den 2. Platz belegte, stiegen die Handballer aus Goldlauter in der Saison in die höchste Spielklasse die es in Thüringen gibt auf. Für all die Verdienste um die Entwicklung des Sports wurde der I. Männermannschaft 1993 die Sportehrenmedaille des Oberbürgermeisters von Suhl feierlich überreicht. Dieser Erfolg löste in Goldlauter einen wahren Handballboom aus. Vor allem im Jugendbereich wurden viele Neuzugänge registriert.

1996

Nach 3 Jahren in der Oberliga stiegen die Goldlauterer in die Verbandsliga ab. In der Jugend C konnte dagegen 1996 erstmals der Aufstieg in die höchste Klasse gefeiert werden. Hier hieß es Vor allem Erfahrungen sammeln und der Übermacht der anderen Vereine Stand zu halten. Dieses Vorhaben gelang teilweise, aber am Ende konnte man die Klasse auch altersbedingt nicht halten.

1997

Die I. Mannschaft landete auf einem Platz im Mittelfeld und konnte ihrer Rolle als Favorit nicht gerecht werden. Die Jugend B dagegen wurde Südthüringen Meister und nahm an den Aufstiegsspielen zur Oberliga teil. Am Ende wurde dieses Vorhaben nur knapp verpasst.
Als Höhepunkt der Festwoche „70 Jahre Handball in Goldlauter“ standen sich die Bundesliga-Teams des HSV Suhl und des ThSV Eisenach auf dem Sportplatz am Kirchenwald zu einem Großfeldspiel gegenüber. Über 1000 Zuschauer sahen ein leistungsgerechtes 20:20 Unentschieden.

1998

Am 01. Februar wurde die Trennung von der „SG Beerberg“ vollzogen und der „Handballverein Beerberg Goldlauter e.V.“ gegründet. Als Vorsitzender wurde Sportfreund Stefan weiß gewählt. Die Männermannschaft errang unter Trainer Rainer Hoffmann den ersten Platz in der Verbandsliga und stieg erneut in die höchste thüringer Spielklasse, die Oberliga , auf. Unsere Jugendspieler nahmen am „World Cup“ für Jugendmannschaften im dänischen Randers teil, ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten.

1999

Die Oberliga erwies sich für unsere I. Männermannschaft als eine Nummer zu groß. Als Tabellenletzter stieg man wieder in die Verbandsliga ab. Die II. schlug sich in der Verbandsklasse sehr gut und erreichte den vierten Platz.

2000

Am Ende der Saison stand für die I. ein guter dritter Tabellenplatz in der Verbandsliga zu Buche. Die II. konnte den Staffelsieg in der Verbandsklasse einfahren, ein toller Erfolg! Unsere A-Jugend sicherte sich souverän die Südthüringer Meisterschaft und erreichte in den Aufstiegsspielen die Qualifikation zur OberligaThüringen.

2001

Etwas enttäuschend ging die Spielzeit für die I. und auch II. Mannschaft zu Ende. Die I. wurde Siebenter in der Verbandsliga und die II. gar nur Neunter in der Verbandsklasse. Wegen Spielermangel wurde für die Saison 2001/2002 nur noch ein Männerteam gemeldet. Trotz vieler guter Auftritte stieg die A-Jugend erwartungsgemäß wieder aus der Oberliga ab. Die Jugend B errang Platz drei in der Südthüringer Meisterschaft.

2002

In der Verbandsliga wurden unsere Männer am Saisonende Siebente. Die Südthüringer Vizemeisterschaft sicherte sich die A-Jugend. „75 Jahre Handball“ wurden mit einem Kleinfeldturnier auf dem Flugplatz gefeiert.

2003

Nur Platz 11 stand am Ende der Spielzeit für unsere Männermannschaft zu Buche. Sportlich bedeutete das zwar den Klassenerhalt, doch aufgrund des Rücktritts einiger Säulen des Teams (Torsten Griebel, Michael Semm u.v.m.) und des Trainers R. Hoffmann entschied sich der Vorstand nicht mehr für die Verbandsliga zu melden.

2004

Eine vollkommen neu formierte Mannschaft (alle Jugendspieler rückten in den Männerbereich auf) mit den Erfahrenen Torsten Stark und Uwe Zimmermann an der Spitze erreichte einen beachtlichen vierten Platz in der  Verbandsklasse.

2005

Aufstieg nur knapp verpasst. In der neu gegründeten Verbandsliga Süd erreichte der HVB einen guten zweiten Platz. Ab dem Sommer übernahm der erfahrene Suhler Übungsleiter Horst Wetzl die Mannschaft. Andreas Hoppe, nach dem Rücktritt von R. Hoffmann verantwortlich, steht der Mannschaft als Betreuer  weiterhin zur Verfügung.

2006

Wieder Platz zwei. Wieder den Aufstieg knapp verpasst. Ganz knapp scheiterte das Wetzl-Team diesmal am TSV Plaue. Erstmals nahm man im Sommer am Beachhandball-Turnier der Suhler „Beachpioniere“ teil. Als „Sandwopper Goldlauter“ holte man Platz vier im Feld von acht teilnehmenden Teams. Über Trainer Horst Wetzl wurde eine Partnerschaft mit dem ungarischen Verein SV Verpelét ins Leben gerufen. Im September nahm der HVB erstmals an einem Turnier in Ungarn teil.

2007

Aufstieg! Endlich! Mit nur einer Niederlage stieg unsere Mannschaft souverän in die Landesklasse auf. „80 Jahre Handball“ wurden mit einem Turnier gefeiert an dem auch unsere ungarischen Sportfreunde aus Verpelét teilnahmen. Die „Sandwopper“ wurden im Beach-Fun-Turnier Zweite. Nur Oberligist Gotha war im Finale eine Nummer zu groß.

2008

Mit einem guten siebenten Tabellenplatz endete unsere erste Landesklassensaison. Mit dem Abstiegskampf hatte man nie etwas zu tun. Beim Beachhandball reichte es diesmal nicht fürs Finale. Ganz knapp musste man sich im Halbfinale den „Ostblock-Allstars“ geschlagen geben. Im August folgte dann wieder eine Reise nach Ungarn. In Verpelét stand auch wieder ein Turnier auf dem Programm.

2009

Die Spielzeit in der Landesklasse Staffel 1 endete für unser Team diesmal auf dem fünften Platz. Nach der Hinrunde noch Dritter musste man in der Rückrunde einige unerwartete Niederlagen wegstecken. Mitte Mai besuchten uns unsere Freunde aus Verpelét in Goldlauter. Vier tolle Tage mit einem abwechslungsreichen Programm galt es zu meistern. Für die „Sandwopper“ reichte es für Platz drei beim Beachhandball. Äußerst knapp verlor man im Halbfinale gegen Oberligist HSC Erfurt.

 

 

 

 

 

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